Auf nach Osten!

Wir haben einen Flug nach Moskau gebucht. Die Fahrräder sollen mit. Also habe ich sie fein verpackt. Das zweite Rad sogar erst im Regionalexpress. Warum? Am Reisetag brachte ich Frau Traumradlerin, einen Karton mit dem Rad von Frau Traumradlerin und einen leerer Karton per Auto zum Bahnhof. Dann fuhr ich schnell nach Hause und mit meinem Rad zum Bahnhof. Ich war pünktlich, der Zug fuhr ein. Im Regionalexpress demontierte ich mein Rad und ließ es auch im leeren Karton verschwinden. Nach einem Umstieg erreichten wir Berlin-Schönefeld.

Das Aufgeben der Räder verlief problemlos. Sieht man mal davon ab, dass wir beinahe eine Flughafenevakuierung ausgelöst hätten. Am Checkin hieß es, wir müssten erst am Aeroflot-Schalter auf der anderen Hallenseite das Sportgepäck bezahlen. Erst wenn wir bezahlt hätten, würden wir wieder am Checkin die Bordkarten erhalten, die wir beim Aufgeben der zwei Kartons am Sperrgutschalter vorlegen müssten. Während des ganzen Hin- und Hergelaufe ließen wir unsere roten Radtaschen kurze Zeit alleine. Nette Herren mit Maschinenpistolen erschienen. Zum Glück waren wir dann da. Kurze Zeit später landeten wir weiter im Osten.

Bei der Einreise erhielten wir wieder das Einreiseformular.

Teil A verblieb beim Beamten und Teil B wandert in unseren Reisepass. Wir dürfen „B“ nicht verlieren, denn wir müssen „B“ bei der Ausreise wieder vorlegen.

Unser erstes Hotel war in Flughafennähe, so dass wir die Räder mit auf die Zimmer nahmen und dort in Ruhe zusammen bauten. Am nächsten Morgen schenkten wir der Rezeptionistin zwei leere Kartons. 

Es regnete, wir stiegen auf unsere Räder und radelten bestimmt 50 Kilometer durch das Stadtgebiet von Moskau, bevor wir so langsam auf das Land kamen. Mehr gibt es im nächsten Beitrag.

Bitte bleibt neugierig.

Leben im Überfluss

Schauen wir auf die einfachen Dinge, leben wir hier und heute im Überfluss. Auf dem Weg nach Neubrandenburg entdeckten wir eine Mauer mit russischer Schrift. Die Bilder zeigten im Detail ….

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Getreide – зерно
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Fleisch und Wurst – мясо

Bald sind diese Bilder aus vergangener Zeit verblasst. Möge unsere Wertschätzung für die einfachen Dinge wie Getreide und Wurst nie verblassen!

Bitte bleibt neugierig.

И день и ночь-тема зимнего лагеря / Tag und Nacht – Thema des Winterlagers

Vor ein paar Tagen erhielten wir eine Mail aus Moskau. Uns wurde der Dank der Schule des Heiligen Georg für die Unterstützung im Rahmen der Osttour-Spendenaktion übermittelt. Wir haben uns sehr darüber gefreut und geben den Dank natürlich an alle Unterstützer weiter.

Konkret ermöglichten eure und unsere Spende von mehr als 1.500,- Euro ein Winterlager für eine 6.Klasse. Kinder mit schweren Störungen der psychologischen und mentalen Entwicklung waren das erste Mal 5 Tage ohne Eltern auf einer Reise.

Hier könnt ihr mehr über das Winterlager lesen. Zum Schluss des Berichtes heißt es:.

Именно во время таких поездок мы можем помочь ребенку расширить социальные границы, помочь впустить новый опыт в его жизнь и дать окрепнуть ему. А родители, немного отдохнув, встретят своего подростка, и скажут — «Ты совсем взрослый». А он ответит себе и миру — «ДА».

Während dieser Reise können wir den Kindern helfen, ihre sozialen Fähigkeiten zu erweitern, neue Erfahrungen in ihrem Leben zu sammeln und sie zu stärken. Und die Eltern, nach ein wenig Ruhe, treffen Ihr Kind wieder und sagen – „Du bist ja erwachsener geworden!“ und das Kind antwortet sich selbst und der Welt – „JA“.

Wir finden das großartig. Danke für die Hilfe und bitte bleibt neugierig.

 

Osttour in 12 Bildern #11 McDonald’s in Moskau

Von einem Embargo haben wir in Moskau nichts gemerkt. Gerade die amerikanischen Marken waren im Straßenbild überall präsent.

Die Burgerbräterei hat es sogar auf die offiziellen Wegweiser im Moskauer Straßenverkehr geschafft.

Und morgen gibt es Bild #12/12. Bitte bleibt neugierig :-).

Osttour in 12 Bildern #10 Moskauer Polizist

In Moskau sahen wir viel Polizei und Sicherheitskräfte. Das subjektive Sicherheitsgefühl war sehr hoch.

Und morgen gibt es Bild #11/12. Bitte bleibt neugierig :-).

Moskauer Impressionen

Im letzten Beitrag sind wir Metro gefahren. Nun steht die Abreise aus Moskau unmittelbar bevor. Moskau ist wirklich riesig.

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Einheimische sprachen davon, dass in Moskau inzwischen 15 Millionen Menschen leben. Die offizielle Zahl von 12 Millionen sei längst überholt. Natürlich gibt es nicht nur das glitzernde Moskau in der City, sondern auch riesige Plattensiedlungen in den äußeren Stadtbezirken.

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Als wir durch solche Siedlungen liefen  …

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… mussten wir gelegentlich auch schmunzeln.

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Das deutsche Wort „Bier“ hat es in kyrillischen Buchstaben zwischen die englischen Worte „The“ und „Shop“ geschafft.

Bei der Enge in den Siedlungen sind Parks eine wichtige und tolle Sache. Moskau hat sehr viele Parks. Wir sahen in Kolomenskoje alte Zarenresidenzen.

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aus Stein
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und aus Holz

In der City ist der Gorkipark unbedingt einen Besuch wert.

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Wir sitzen auf einer Bank und essen ein „мороженое“, ein leckeres Eis. Wir sehen den Menschen beim Bummeln zu. Zwangsläufig kommt uns hier im Gorkipark das Lied der Scorpions in den Sinn.

I follow the Moskva
And down to Gorky Park
Listening to the wind of change

An August summer night
Soldiers passing by
Listening to the wind of change

The world is closing in
And did you ever think
That we could be so close, like brothers

The future’s in the air
I can feel it everywhere
Blowing with the wind of change

Take me to the magic of the moment
On a glory night
Where the children of tomorrow dream away
In the wind of change

So endet unsere Osttour. Wir möchten uns bei euch Lesern bedanken und ganz besonders natürlich bei allen Unterstützern unserer Spendenaktion. Vielleicht wird morgen unsere Welt ein kleines wenig besser.

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Ein Foto von den Spatzen im Gorkipark geht noch ?.

Bitte bleibt neugierig ☺.

Metro fahren in Moskau

In Moskau fährt man Metro. Die Stationen der Moskauer Metro sind teilweise so prunkvoll, dass man sie mit Palästen vergleicht. Das können wir bestätigen. Klicken macht die Bilder größer.

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Metrostation Kiewskaja
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drei Damen pflücken Obst
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Erzieherinnen bei der Arbeit?
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mein Favorit – Arbeiter, die mit einer Maßleere einen Radsatz prüfen
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… oder doch die Erntefrauen?

Man hat soooo viel zu schauen. Nehmen wir die Metrostation Komsomolskaja. Schon wenn man mit der Rolltreppe, in unserem Fall hoch zur Station fährt, beeindrucken die Decken Mosaike.

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Metrostation Komsomolskaja

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Wenn man eine Metro verpasst ist das gar nicht schlimm, denn zwei Minuten später fährt bereits die nächste Bahn.

Es geht natürlich auch plastisch.

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Zug fährt in Metrostation „Platz der Revolution“ ein
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Das Huhn der Bäuerin mögen viele.

Ohne Lenin geht es natürlich nicht …

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… und die Sowjetsymbolik ist auch allgegenwärtig.

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Metrostation Pawelskaja

Wir haben bestimmt noch 50 Bilder dieser Art. Dabei haben wir unsere 20-Metrofahrtenkarte für 650 Rubel, das sind weniger als 10 Euro, noch lange nicht aufgebraucht. Wir werden mit der Metro zu Palästen und Parks fahren.

Bitte bleibt neugierig ☺.

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… oder sind doch die Damen mit dem großen Gemüse die Nummer 1?

Unsere Osttour in der Zeitung

Auf diesem Blog wollen wir über alles berichten, was mit unserer Osttour zusammenhängt. Fast hätten wir unseren ersten Zeitungsbericht vergessen. Am Mittwoch vor Ostern (23. März) schickten wir eine Mail mit einem kleinen Text und einem Foto an die Magdeburger Volksstimme, unsere Regionalzeitung. Das Foto kennt ihr schon.

Am Donnerstag nach der Arbeit fuhren wir dann zu einem Familientreffen nach Weimar. Am Samstag ging es wieder nach Hause und im Auto meinte Susanne: „Da ist eine Mail und da will jemand einen Cent für unsere Osttour spenden. Woher weiß derjenige von unserer Aktion?“ Antwort: Unsere Osttour war am 26. März in der Ostersamstagsausgabe.

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Mal sehen, was sonst noch alles passiert. Auf jeden Fall müssen wir jetzt anfangen, uns um das Russlandvisum zu kümmern.

Stand unseres Spendenbarometers am 20. April 2016:

75Cent

Danke schön :-). Mehr zum Spendenaufruf!