Die unendliche Rundfahrt – Bismarckturm Mragowo/Sensburg

Übrigens, auf unserer Osttour konnten wir nach dem Bismarckturm in Osterode auch den Bismarckturm in Mragowo, früher Sensburg „discovern“.

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Der Turm steht im heutigen General Wladyslaw Sikorski Park von Mragowo. Wladyslaw Sikorski war ein polnischer Offizier, Oberbefehlshaber, Politiker und Ministerpräsident Polens. Der Turm ist eingezäunt und verschlossen. An Bismarck erinnert gar nichts mehr.

Da es in Strömen regnete, haben wir schnell Fotos geschossen. So konnten wir zwei der vier Bismarcktürme, die es heute noch im polnischen Teil von Ostpreußen gibt, besuchen. Gibt es in eurer Nähe auch einen Bismarkturm?

Bitte bleibt neugierig :-).

Schnecken auf unserer Osttour

Wir haben heute etwas vom Hotel mitgenommen. Das macht man aber nicht, sagt ihr. Recht habt ihr. Wir wollten es auch nicht haben. Aber es wollte mit. Es war ein Band. Ein dickes Wolkenband, das sich etwa um 5.00 Uhr morgens über uns eingenistet hat. Es regnete heftig aus ihm. Und es war geduldig und hat gewartet, bis wir unser Frühstück beendet und die Sachen gepackt hatten. Auch das Googeln in allen bekannten Wetterportalen konnte es nicht abschütteln. Als wir schließlich um 10.00 Uhr vor dem Hotel saßen und es auch noch dicke Blasen regnete, war klar, dass heute so ein Tag ist, den kein Radfahrer so richtig möchte. Dauerregen. Wir ergaben uns und fuhren los.

Kurz nach dem Start gab es eine nette Unterhaltung : Ich meinte, dass ein Wassertropfen meine ganze Einstellung komplett ändern würde. Frank guckte traurig, sagte aber nichts. Etwa 2 Minuten später an einer Ampel schniefte ich und sagte denselben Satz nochmal. Diesmal fing Frank an zu lachen. Ich verstand nun gar nichts mehr. Frank erklärte, dass er dachte, dass ich wegen eines Regentropfens meine Einstellung zur Osttour grundsätzlich geändert hätte und und jetzt Hause wollte. Ich hatte aber über mein GPS geredet, bei dem ein gut platzierter heftiger Tropfen die ganze Bildschirmeinstellung verändern könnte, was gewaltig nervte. So fing der verregnete Tag doch lustig an.

Unterwegs kamen uns immer wieder Rennradfahrer mit Startnummer entgegen. An diesem Wochenende fand das Nonstopradrennen Lubomino -Sejny – Lubomino statt. Mit einer Länge von 610 km ist das ziemlich anständig. Das Wetter war ganz knapp an ideal vorbei. Aber fast alle Fahrer hatten die Kraft, mit uns einen kurzen Radfahrergruß auszutauschen.

Mittags erreichten wir Lötzen und nahmen Burg Boyen in Augenschein.

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Genau an der historischen Drehbrücke in Lötzen, die der Brückenwärter noch per Handantrieb dreht, (Er tut es gerade links neben dem kleinen Wärterhäuschen.)…

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… konnten wir uns bei einem Italiener vor dem Regen verstecken. Dann fand er uns nicht wieder. Juhu.

Bei nasser Straße fangen Schnecken an, über den Asphalt zu kriechen.

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Auffallend war, dass es nur Weinberschnecken und Schnirkelschnecken gab. Die hässlichen spanischem braunen oder deutschen schwarzen Nacktschnecken tauchten hier überhaupt nicht auf.

Leider wird wohl kaum eine Schnecke den Weg über die Landstraße überlebt haben, denn wenn sie wirklich den Kampf gegen die Autos gewonnen hat, wartet auf der Wiese neben der Straße ein Storch.

Zu den Schnecken fällt mir noch ein Kinderreim ein.

Sieben kecke Schnirkelschnecken
saßen einst auf einem Stecken,
lachten ho ho ho.
Doch vom vielen ho ho Lachen, Schnirkelschneckenwitzemachen
fielen sie von ihrem Stecken,
Sieben kecke Schnirkelschnecken.

Und wie viele Schnecken haben sich hier zum Gruppenfoto vor unserer Linse versammelt?

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Morgen wollen wir mal schauen, ob Polen auch irgendwo ein Ende hat. Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 67, Gesamtkilometer: 920
Tageshöhenmeter: 519, Gesamthöhenmeter: 4.065
Standort N 53°59.241 O 22° 01.200
Spendenstand: 145 Cent
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zum Tag 10 – weiter nach Osten!

Bismarcktürme auf unserer Osttour

Kennt ihr die „unendliche Rundfahrt“? Nein, damit ist nicht unsere Osttour gemeint, auch wenn es sich für uns gerade so anfühlt.

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Die „unendliche Rundfahrt“ ist eine Aufforderung, Bismarcktürme mit dem Fahrrad anzuradeln. Wer das als erster tut, gewinnt einen Punkt.

Vorab noch ein wenig Theorie: Otto von Bismarck, erster deutscher Kanzler, starb 1898. Nach seinem Tod begann eine nie dagewesene Verehrung. Zu seinen Ehren sammelten die Menschen, besonders in der Zeit bis zum ersten Weltkrieg, Geld und bauten Denkmäler und Türme. Es entstanden 240 Bismarcktürme. Davon sind heute noch 173 vorhanden.

Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass in Deutschland schon fast alle Türme „discovert“ sind. Da wittern wir unsere Chance. Hier im ehemaligen Ostpreußen gibt es doch bestimmt noch den einen oder anderen Bismarckturm, den noch niemand mit Fahrrad besucht hat. Bingo, in Ostróda steht ein Bismarckturm. Ostróda lag heute genau auf unserer Strecke.

Leider fanden wir im Netz keine Koordinaten. Die Suche in der Mittagshitze war gar nicht so leicht. Die Polen kennen ihren Turm natürlich nicht unter dem Namen Bismarckturm. So fuhren wir jeden Weg und jede Straße im vermuteten Zielgebiet ab. Schließlich standen wir vor dem Turm. Hurra. Schnell noch ein Foto gemacht …

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… oder auch zwei.

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Übrigens befindet sich in Osterode der Startpunkt des Oberländischen Kanals.

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Dieser Kanal ist wegen seiner fünf Rollberge bekannt. Rollberge ersetzten Schleusen. Auf großen Wagen fahren dabei die Schiffe über Land den Berg hoch. Ja, so etwas gibt es.

Unser Haupt betten wir heute in Olsztyn. Morgen geht es nicht so weit und wir werden die ersten Tourenradler auf unserer Osttour treffen. Gibt es bei euch in der Nähe vielleicht auch einen Bismarckturm?

Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 119, Gesamtkilometer: 790
Tageshöhenmeter: 757, Gesamthöhenmeter: 3.156
Standort N 53°47.000 O 20° 29.000
Spendenstand: 145 Cent

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zum Tag 8 – weiter nach Osten!

Meridiane auf unserer Osttour

Am Ende eines Beitrages nennen wir immer unsere aktuellen Geokoordinaten. Auf unserer Osttour ist natürlich das Ansteigen der Ostkoordinate spannend. Magdeburg liegt auf 11,37 Grad östlicher Länge. Heute Morgen waren wir in Bydgoszcz. Bydgoszcz liegt exakt auf 18 Grad östlicher Länge. Das ist etwas Besonderes. Da gibt es doch bestimmt auch ein Denkmal. Voilà, da haben wir es.

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Denkmal für den 18. Meridian in Bydgoszcz

Stockholm, Dubrovnik und Kapstadt liegen ebenfalls auf dem 18. Längengrad. Wenn das mal kein unnützes Wissen ist. Übrigens beträgt der Abstand zwischen zwei Längengraden auf unserer Breite ca. 70 Kilometer. Wir sind schon 8° nach Osten gereist ?.

Heute Morgen radelten wir Richtung Weichsel und überquerten sie. Die Weichsel ist ein großer Fluss.

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Danach ging es durch flaches Land …

rps20160630_205215_920.jpg… nach Brodnica.

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Turm der Burg des Deutschen Ordens in Brodnica

Es war heiß und der Verkehr war teilweise sehr dicht.

Gerade sind die Polen aud der Fußball-EM augeschieden. Auch sie hatten oft ihre Flagge an den Autos. Morgen kommen wir in die Masuren. Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 108, Gesamtkilometer: 671
Tageshöhenmeter: 390, Gesamthöhenmeter: 2399
Standort N 53°15.000 O 19° 24.000
Spendenstand: 145 Cent
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zum Tag 7 – weiter nach Osten!

Unsere Osttour – Grand Départ – noch 12 Tage

In 12 Tagen geht sie los, unsere Osttour. Letztes Wochenende haben wir uns für einen offiziellen Startpunkt und eine exakte Startzeit entschieden. Da wir bis auf den „Roten Platz“ in Moskau radeln wollen, haben wir adäquat unseren „Alten Markt“ in Magdeburg als Startpunkt ausgewählt.

OstTour-Start ist also auf dem „Alten Markt“ vor dem Rathaus am 25. Juni um 10:00 Uhr.

Magdeburger Rathaus
Magdeburger Rathaus

Falls jemand winken oder ein Stück mit radeln möchte, kein Problem.

Unserem Spendenprojekt geht es prächtig. 60 Unterstützer haben inzwischen 100 Cent je geradeltem Kilometer für Menschen mit Behinderung zugesagt.

Stand des Spendenbarometers am 13. Juni:

100Cent

 

Danke schön! Wollt ihr die Idee unterstützen? Mehr zum Spendenaufruf.

Übrigens, sollte es tatsächlich dazu kommen, dass die 156 Cent von unserem letzten Spendenprojekt erreicht werden, dann verdoppeln wir unseren Anteil von 4 Cent auf 8 Cent.

Bitte bleibt neugierig :-).

 

unsere Osttour – Visa – noch 30 Tage

Kinder, wie die Zeit vergeht! Es sind gerade noch 30 Tage bis zu unserem großen Urlaub. Wir zwei Traumradler wollen im Sommer nach Moskau radeln. Wir nennen es unsere Osttour. Dieses Jahr wollen wir einfach am Samstag die Räder aus dem Keller holen und Richtung Osten losradeln. Müssen wir da etwas vorbereiten? Natürlich!

Hinter Litauen wollen wir das Territorium der EU verlassen. Wir benötigen also ein Visum für Russland. Russland folgt dem „Prinzip der Gegenseitigkeit“. Das heißt, wenn die EU die Einreisebedingungen für russische Bürger verändert, so passt Russland seine Einreisebedingungen für EU-Bürger nach dem „Prinzip der Gegenseitigkeit“ entsprechend an. Was man da so alles beachten muss, liest man auf der Seite der russischen Botschaft.

Unsere Visa haben wir nicht bei den unzähligen Visa-Anbietern im Internet beantragt. Wir haben es richtig herkömmlich bei einem russischen Reisebüro, Inturia in der Magdeburger Innenstadt erhalten. Dort war alles sehr einfach und problemlos. Empfehlung. Das Visum hat 90 Euro je Person gekostet. In der Preisklasse bewegen sich die Angebote im Internet auch.

Wir haben jetzt unsere Visa in unseren Reisepässen. Hurra.

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Unsere Visa erlauben uns ein Mal nach Russland einzureisen und wir dürfen uns 30 Tage in Russland aufhalten. Das genügt.

Ihr könnt uns glauben, wir sind aufgeregt und gespannt, was wir auf unserer Radtour nach Moskau alles erleben. Über die Vorbereitungen und die Tour werden wir hier sicher noch weiter berichten.

Bitte bleibt neugierig :-).

Stand unseres Spendenbarometers am 25. Mai 2016:

86Cent

Danke schön :-). Mehr zum Spendenaufruf!

 

Winternachtsträume (#3 Lettland)

Abends nach der Arbeit haben wir bei Dunkelheit und wechselhaftem Wetter zu Draußenaktivitäten oft keine Lust und keine Kraft. Kennt ihr das auch?

Allerdings sind die Wintermonate optimal zum Träumen. Was machen wir im Sommer? Wohin fahren wir im Sommer? Was wollen wir sehen und besuchen?

Im letzten Beitrag träumten wir uns nach Litauen. Wenn wir dann noch Spaß haben, können wir ja auch weiter durch Lettland fahren. Wir waren schon einmal in Riga, also können wir im Süden Lettlands bleiben. Auf der Route ist es dann auch nicht mehr so weit bis nach Moskau.

lettlandLettland ist ein EU-Mitglied, aber man merkt durchaus schon die Nähe zu Russland. Ca. 27% der nur 2 Millionen Letten sind Russen.

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Von einer Einreise nach Weißrussland haben wir nicht geträumt. Weißrussland umradeln wir elegant.

Ja, das ist unser Traum. Im Sommer 2016 radeln wir durch Lettland. Wenn wir Lettland durchradelt haben, sind es nur noch gute 630 Kilometer bis Moskau.

Ob unser Traum wahr wird, werden wir sehen. Habt ihr auch schon einen Urlaubstraum für dieses Jahr?

Bitte bleibt neugierig :-).

Stand des Spendenkontos am 1. April 2016:

16Cent

Danke dafür :-). Mehr zum Spendenaufruf!