Osttour invers – Heimreise

Wie im letzten Beitrag berichtet, brachen wir unsere Osttour ab. Heute kann man zum Glück sehr flexibel einen Flug buchen. Der nächste Flughafen war Vilnius. Bei airBaltic bekamen wir problemlos einen Direktflug nach Berlin. Für die Fahrradmitnahme berechnete die Fluggesellschaft knapp 35 Euro je Rad. Für uns beide bezahlten wir incl. Fahrräder und Gepäck 305 Euro. Wir finden das in Ordnung.

Bei regnerischem Wetter radelten wir die letzten 34 Kilometer unserer Tour nach …

DSC01619 (1280x960)

… zum Flughafen. Übrigens haben die Fußgängerampeln in Litauen einen „count down“. Man sieht also, wie viel Zeit eine Ampel noch grün ist. Die Tankstellen sind zum Teil nicht nur Selbstbedienungstankstellen wie bei uns, sondern auch Selbstbezahltankstellen. Man zahlt direkt an der Zapfsäule per Kreditkarte und tankt. So ist kein Personal mehr an einer Tankstelle nötig.

Der Flughafen in Vilnius ist sehr klein. Wir waren rechtzeitig da. Ich präparierte die Räder, so wie es sein soll (Pedale nach innen, Lenker quer, Sattel rein, Luft raus). Dann ging es zum Check in.

Check in: „Ja, nach Berlin fliegen wir nur mit einer kleinen Propellermaschine (Bombardier DHC-8Q-402). Daher wird nur die Mitnahme eines Fahrrades möglich sein. Deshalb haben wir auch nur für ein Fahrrad die „RESERVATION CONFIRMED“. Das zweite Fahrrad steht auf „BICYCLE IN HOLD SERVICE REQUESTED“.“

Wir: „Ach, und was bedeutet das genau?“

Check in: „Sie können entscheiden, welches Rad Sie mitnehmen und welches Rad Sie hier lassen.“

Wir: „Das ist aber gar nicht schön. Können Sie da nicht etwas machen?“

Eine wilde Telefoniererei ging los. Kann man vielleicht die beiden Räder zu einem zusammenpacken? Ein Fahrrad war ja bestätigt. Es gibt ja die Mitfolienzusammenwickelmaschine. Keine Ahnung, wie diese Maschinen wirklich heißen. Leider lehnte der Mitfolienzusammelwickelmaschinenbediener das Fahrradmitfolienzusammenwickeln glatt weg ab. Dafür sei seine Mitfolienzusammenwickelmaschine nicht zugelassen.

Die nächste Idee waren unsere Schnürsenkel. Damit hätten wir die zwei Fahrräder ja auch zu einem Stück zusammenschnüren können. Übrigens wissen wir jetzt, dass es auf diesem Flughafen in all den Autovermietungen, Büros und anderen Läden unmöglich ist, Tape oder stärkere Bänder zu bekommen.

Mit offenen Schuhen standen wir also ganz am Ende der Check in time vor dem Schalter und hofften das Beste. Wir hatten Glück. Ein Chef meinte nur, die Räder kommen mit. Nun aber schnell.

Wer schon mal mit Fahrrädern geflogen ist, weiß, dass auch die Fahrräder durchleuchtet werden müssen und auf Sprengstoff geprüft werden. In der Regel passt ein normales Rad durch die Maschine. Mein Rad passt in der Regel nicht durch die Maschine, da ich mit meinen zwei Metern auch ein großes Rad habe. So war es auch in Vilnius. Man kann doch den Sattel abschrauben. Ja, kann man, wenn man das nötige Werkzeug nicht gerade als Gepäck aufgegeben hätte. Die Zeit bis zum Abflug wird knapp. So baute ich schnell das Hinterrad aus und zwängte das Fahrrad durch das Röntgengerät.

Puhhh, dann hat alles geklappt und wir sind gut in Berlin gelandet. Nach dem Zusammenbau radelten wir zum Bahnhof.

DSC01622 (1280x960)

Dort trafen wir unsere Tochter, die mir einen Liter Milch und Susanne ihr Lieblingsgetränk mitgebracht hat. Danke schön. Mit dem RE 1 ging es dann zurück nach Magdeburg.

DSC01633 (1280x960)

Mal sehen, ob uns beim Sichten der Fotos noch ein paar Fotos auffallen und mit welchem Ergebnis wir unser Spendenprojekt abschließen.

Bitte bleibt neugierig :-).

 

Ein Gedanke zu „Osttour invers – Heimreise“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.