Alte Hauptstadt und unsere unvollendete Osttour

Heute verließen wir das doch sehr große Polen. Die Einreise nach Litauen gestaltete sich problemlos.

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Wir spürten deutlich, dass wir in einem anderen Land sind. So waren plötzlich die Häuser nur noch selten aus Stein, sondern aus Holz …

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… und die Ortschaften wirkten weniger lebendig.

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Unser Tagesziel war die alte Hauptstadt Trakai. Die Stadt hat ganz viel Festung. Die brauchte man, um sich gegen uns Teutonen zu wehren. Trakai liegt unheimlich malerisch an einem See und die Festungen liegen am See und auf einer Insel im See.

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Gestern haben wir die Nachricht erhalten, dass Susannes Papa verstorben ist. Ein Leben hat sich vollendet. So muss unsere Osttour unvollendet bleiben.

Wir haben für morgen den nächsten möglichen Direktflug mit Fahrradmitnahme von Vilnius nach Berlin gebucht. Gleichzeitig hatten wir Kontakt mit Lidia, einer Lehrerin aus der Schule des Heiligen Georg, der Schule für schwer geistig behinderte Menschen in Moskau. Diese Schule soll auch von unserem Spendenprojekt profitieren. Unser Besuch in der Schule sollte ein Höhepunkt unserer Tour sein.

Viele Kilometer nach Osten werden nun nicht mehr geradelt und viele Erfahrungen, auf die wir uns gefreut haben, werden nicht gemacht.

Aber, wir hatten 11 tolle und sehr intensive Tage und wir wollen ein ganz klein wenig von unserem Glück durch unsere eigene Spende, aber auch durch die Osttour-Spendenaktion weitergeben.

Auch wenn die 156 Cent je Kilometer noch nicht erreicht wurden, werden wir unseren eigenen Beitrag verdoppeln und jeweils zur Hälfte nach Russland und Deutschland gehen lassen. Über das Ergebnis der gesamten Spendenaktion werden wir hier natürlich berichten.

Herzlichen Dank an euch Spender und danke auch euch Lesern unseres Blogs.

Statistik:
Tageskilometer: 134 – Zum Flughafen nach Vilnius kommen morgen noch gute 30 km hinzu. Gesamtkilometer: 1.200
Tageshöhenmeter: 766, Gesamthöhenmeter: 5.558
Standort N 54°38.324 O 24° 55.958
Spendenstand: 147 Cent (neuer Spender: Sven Uschmann – danke)
mehr zu unserem Spendenaufruf

zur Heimreise und neuen Plänen

6 Gedanken zu „Alte Hauptstadt und unsere unvollendete Osttour“

  1. Liebe Susanne, lieber Frank,
    mein Beleid zum Tode Eures Vaters.
    Eure Tour begann ja vielversprechend, dass Ihr sie abbrechen musstet schmälert nicht Eure tolle Idee und Euren Einsatz. Ich unterstütze Euch mit meiner vollen versprochenen Spende für die theoretische Gesamtstrecke von 2200 km.
    Ich hoffe, Ihr startet im nächsten Jahr eine neue Tour.
    Herzliche Grüße Wilfried Schulze

  2. Liebe Susanne, lieber Frank!

    Wir sind uns absolut sicher, dass Ihr Eure „Osttour“ unter anderen Umständen bravourös gemeistert hättet und möchten gern einen Betrag – gerechnet auf die Gesamtstrecke – spenden.

    Wir wünschen dem Projekt und Euch, dass sich viele andere diesem Gedanken anschließen.

    Traurige Grüße von Karsten und Heike

    1. Liebe Heike, lieber Karsten,
      ganz lieben Dank für eure Gedanken und eure Unterstützung.
      Herzliche Grüße zurück
      Susanne und Frank

  3. Liebe Frau Kulling, lieber Herr Kulling,

    Da ist man/ich schon geplättet. Es lese ich von dem Übergang nach Litauen – und dann von Tod Ihres Vaters/Schwiegervaters. Herzliches Beileid! Die Tour ist zwar unvollendet, aber ich dennoch dankbar, dass ich dabei sein durfte. Ich werde so spenden, als wären Sie in Moskau angekommen. Sagen Sie mir, wie weit es gewesen wäre. Schließlich lag es nicht an Ihnen.

    Herzlichen Gruß aus Augsburg, Ihr Stefan Gietl

    1. Lieber Herr Gietl,
      inzwischen sind wir wieder gut in Magdeburg angekommen. Nach unserer Planung wären es 2.200 spannende Kilometer bis Moskau gewesen. Herzlichen Dank für Ihre Anteilnahme und Untersützung.
      Liebe Grüße aus MD
      Susanne und Frank

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